Kneipp-Netzwerk in Siebenbürgen:
Ein lebendiger Kneipptag in Bad Szelters
Vom Anflug bis zur Abreise war es eine perfekt organisierte Reise im Zeichen der Gesundheit: Am 4. Juli 2026 feierte die Kneipp-Gemeinschaft im rumänischen Bad Szelters / Oderhellen (Siebenbürgen) einen rundum gelungenen Kneipptag. Als Vertretung von Kneipp Worldwide war der Vizepräsident von Kneipp Worldwide Dr. med. Hans-Georg Eisenlauer vor Ort. Er sprach ein Grußwort und überbrachte Grüße des Präsidenten. Die Organisatorinnen, Schwester Imelda und Frau Enikö Phlebs, zeigten sich tief berührt über die internationale Unterstützung aus unserem Netzwerk.
Fünf Elemente, achtzig Teilnehmende und der „Kneippexpress“
Die weitläufige Anlage in Bad Szelters bot mit ihrer rege genutzten Eisen-Trinkquelle und dem angrenzenden Schullandheim den idealen Rahmen. Nach einem feierlichen Gottesdienst führten Schwester Imelda und Frau Phlebs die 80 Teilnehmer mit einem fundierten, 60-minütigen Vortrag in das Kneipp’sche Gesundheitskonzept ein.
Danach hieß es: Einsteigen in den „Kneippexpress“! Die Gruppen steuerten ohne Wartezeiten die Stationen zu den fünf Elementen an, die mit viel Kreativität und lokalem Bezug gestaltet waren:
Wasser: Erfrischung pur boten das Armbad sowie die kalte, vom Bach durchflossene Wassertretstelle.
Ernährung: Beim Pflanzen-Erkennungsspiel gab es praktische Alltagstipps – wie etwa die Nutzung getrockneter und gemahlener Löwenzahnwurzeln als Kaffeeersatz.
Heilpflanzen: Die Teilnehmenden mischten Salz aus einem nahegelegenen Bergwerk mit verschiedenen Heilkräutern zu einem wohltuenden Fußbad.
Bewegung: Koordination und Teamgeist waren beim Paar-Skilanglauf auf Holzlatten, beim Zielwerfen und beim Balancieren von Sandsäcken gefragt.
Lebensordnung: Hier zeigten sich selbst die Erwachsenen tief konzentriert beim Ausmalen von Kneipp-Motiven. Parallel dazu begeisterte die Übungsleiterin vier Stunden lang ununterbrochen mit mitreißenden Kreistänzen.
Als Belohnung warteten am Ende traditionelle Krapfen und eine transsilvanische Stofftasche für Informationsmaterialien auf die Teilnehmenden. Ein gemeinsames Abendessen rundete den intensiven Tag für alle Helferinnen und Helfer perfekt ab.
Grenzüberschreitende Impulse und Zukunftspläne
Der Kneipptag strahlte weit über die Region hinaus: Eine Delegation aus der ungarischen Gemeinde Olaszfa reiste eigens mit ihrem Bürgermeister Robert Fekete an. Inspiriert durch den Erfolg in Siebenbürgen plant die Gemeinde für das Jahr 2027 eine ähnliche Veranstaltung im eigenen Ort.
Im Rahmen des Besuchs wurden auch zukünftige Projekte besprochen. Schwester Imelda leitet im Kloster jährlich vier bis sechs verlängerte Kneipp-Wochenenden für jeweils zehn Personen (inklusive Waschungen um 5 Uhr morgens). Um diese wertvolle Arbeit auszuweiten, hat sie ein Konzept für eine dreiwöchige Schulung entwickelt, um zehn Interessierte zu qualifizieren, die sie künftig bei den Wasseranwendungen unterstützen können.
Nach einer gemeinsamen, sonntäglichen Wanderung mit den ungarischen Gästen – die glücklicherweise ganz ohne Bärenbegegnungen blieb – zog Vizepräsident Dr. med. Eisenlauer ein rundum positives Fazit: Der Kneipptag in Bad Szelters hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und dynamisch die Kneipp-Bewegung in Osteuropa wächst.
